
Haben Sie Ihr MacBook die ganze Zeit falsch aufgeladen?
Hallo! Ich benutze seit Jahren MacBooks – von den alten Intel-Modellen bis zu den neuesten Chips der M-Serie – und wie viele von euch habe ich mir früher ständig Sorgen um den Akkuzustand gemacht.
Fragen wie „Kann ich mein MacBook ständig am Stromnetz lassen?“, „Sollte ich das Laden auf 100 % vermeiden?“ oder „Muss ich den Akku trotzdem kalibrieren?“ – Ich habe sie alle gegoogelt, aus Angst, etwas falsch zu machen.
Heute erkläre ich dir alles, was du über MacBook-Akkus wissen musst, einfach und verständlich.
Ob du ein älteres Intel MacBook oder das neueste Modell mit M1-, M2-, M3- oder sogar M4-Chip verwendest, sie alle basieren auf Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus – und sie funktionieren alle gleich.
Im Akku befinden sich zwei Elektroden: eine Anode und eine Kathode mit einem dazwischenliegenden Elektrolyten. Beim Laden deines MacBooks bewegen sich Lithium-Ionen zwischen diesen Elektroden, um Energie zu speichern. Wenn Sie Ihr MacBook verwenden, fließen die Ionen zurück und geben die gespeicherte Energie frei.
Was ist also der beste Akkuladestand für Ihr MacBook?
Überraschenderweise ist Ihr MacBook-Akku bei etwa 50 % Ladung am besten geladen. Warum? Weil dann die Lithium-Ionen-Verteilung auf beiden Seiten des Akkus am ausgeglichensten ist. Stellen Sie sich das wie eine Wippe im perfekten Gleichgewicht vor – minimale Belastung an beiden Enden. Im Gegensatz dazu belastet das Laden auf 100 % oder das Entladen auf 0 % den Akku stärker und beschleunigt so den Verschleiß mit der Zeit.
Was ist ein „Ladezyklus“ eigentlich?
Apple verwendet den Begriff Ladezyklus, um den Zustand des MacBook-Akkus zu messen. Ein Zyklus = Nutzung der gesamten Akkukapazität, egal ob auf einmal oder über mehrere Zyklen verteilt.
Beispiel:
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Du verbrauchst heute 50 % und lädst dann.
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Nutze morgen weitere 50 % und lade dann erneut.
Zusammen ergibt das einen vollständigen Zyklus.
Die meisten MacBook-Akkus sind für etwa 1.000 Ladezyklen ausgelegt, was bei normaler Nutzung in der Regel 3 bis 5 Jahre entspricht. Danach ist der Akku zwar nicht mehr plötzlich leer, verfügt aber möglicherweise nur noch über etwa 80 % seiner ursprünglichen Kapazität.
Ich persönlich nutze mein MacBook Air etwa 6–8 Stunden pro Tag und brauche 2–3 Tage für einen vollständigen Ladezyklus. Wenn das so weitergeht, hält mein Akku wahrscheinlich 5–6 Jahre – wahrscheinlich länger, als ich das Gerät überhaupt behalten werde.
Der wahre Akkukiller: Hitze
Überraschenderweise sind es nicht Ihre Ladegewohnheiten, sondern hohe Temperaturen, die Ihrem MacBook-Akku am meisten schaden.
Übermäßige Hitze führt zur Zersetzung des Elektrolyts im Akku und verkürzt dessen Lebensdauer dauerhaft. So schützen Sie den Akku Ihres MacBooks:
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Benutzen Sie Ihr MacBook nicht in direkter Sonneneinstrahlung.
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Lassen Sie es nicht im heißen Auto liegen.
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Vermeiden Sie die Nutzung auf weichen Oberflächen wie Betten oder Decken bei intensiver Arbeit (z. B. Videobearbeitung) – die Wärme kann nicht entweichen.
Wenn Sie an einem heißen Ort leben, machen Sie sich nicht zu viel Stress. Solange die Innentemperatur die meiste Zeit unter 35–40 °C (95–104 °F) bleibt und Sie einen Laptopständer verwenden oder für Luftzirkulation sorgen, ist alles bestens.
Sollten Sie Ihr MacBook immer am Stromnetz lassen?
Dies ist wahrscheinlich die häufigste Frage zum Laden Ihres MacBooks:
Kann ich mein MacBook am Stromnetz lassen?
Kurze Antwort: Ja. Es wird sogar oft empfohlen.
Moderne macOS-Versionen verfügen über . Ihr MacBook lädt schnell auf 80 % und dann langsam auf 100 %. Bei voller Ladung wird es in der Regel direkt über das Netzteil betrieben, ohne dass der Akku belastet wird. Das System verbraucht gelegentlich etwas Strom und lädt nach, um eine Übersättigung zu vermeiden.
Lassen Sie den Akku jedoch nicht monatelang vom Stromnetz trennen. Lassen Sie den Akku ab und zu auf 10–20 % sinken und laden Sie ihn dann wieder auf – damit er intern weiterläuft.
Kurz gesagt:
Wenn Sie Ihr MacBook hauptsächlich am Schreibtisch verwenden, lassen Sie es eingesteckt. Das ist völlig in Ordnung.
Was ist mit der Akkukalibrierung? Immer noch notwendig?
Erinnern Sie sich an die alten Tipps, den Akku einmal im Monat auf 0 % zu entladen und wieder auf 100 % aufzuladen?
Völlig veraltet.
Moderne MacBooks und macOS brauchen keine Akkukalibrierung mehr. Wenn der Akku auf 0 % fällt, kann dies zu einer Tiefentladung führen, die den Akku weiter schädigen kann.
Außerdem ist der Akku nicht wirklich voll, wenn macOS 100 % anzeigt – Apple lässt absichtlich einen kleinen Puffer, um ihn vor Überladung zu schützen. Kein Grund zur Sorge.
Wie lädt man ein MacBook im Alltag am besten auf?
Wenn Sie die Akkulaufzeit Ihres MacBooks maximieren möchten, beachten Sie diese Tipps:
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Halten Sie den Akkuladestand die meiste Zeit zwischen 20 % und 80 %.
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Vermeiden Sie längere Zeiträume bei 0 % oder 100 %.
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Wenn Sie das MacBook langfristig lagern, sollten Sie einen Akkuladestand von ca. 50 % anstreben.
Aber mal ehrlich: Die meisten Menschen müssen ihren Job, ihre Schule und ihr Privatleben organisieren. Ständig den Akkustand im Auge zu behalten, ist einfach nicht praktikabel.
Hier ist also mein persönlicher, realistischerer Rat:
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Benutzen Sie Ihr MacBook hauptsächlich am Schreibtisch? → Lassen Sie es einfach eingesteckt.
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Sie machen einen Tagesausflug? → Laden Sie es am Vorabend vollständig auf.
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Haben Sie beim Kochen oder Duschen einen Moment Zeit? → Laden Sie etwas auf.
Kein Grund, darüber nachzudenken.
Abschließende Gedanken
Gute Ladegewohnheiten können die Akkulaufzeit Ihres MacBooks verlängern. Aber seien wir ehrlich:
Die meisten von uns rüsten ihren Laptop alle 3–5 Jahre auf, und Ihr Akku hält bis dahin wahrscheinlich gut durch. Und wenn nicht? Lassen Sie ihn einfach austauschen.
Machen Sie sich also keine Sorgen mehr über den Akkustand. Nutzen Sie Ihr MacBook für das Wesentliche – und überlassen Sie macOS den Rest.
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